„Schatz, kannst du noch schnell…?“
„Mama, ich brauche…“
„Könntest du das noch übernehmen?“
Als Mütter hören wir diese Sätze ständig. Und viel zu oft sagen wir Ja, obwohl unser Akku schon auf Reserve läuft. Grenzen zu setzen fällt vielen von uns (sehr) schwer. Wir haben das Gefühl, wir müssen stets für alle da sein, immer nett, immer funktionieren. Doch genau das führt langfristig zu Erschöpfung und auch Resignation.
Grenzen setzen ist kein Egoismus. Es ist ein Akt deiner Selbstliebe und gleichzeitig das Beste, was du für dich und
deine Familie tun kannst.
Weshalb uns Grenzen setzen so schwerfällt
Viele von uns haben gelernt, dass „nett sein“ bedeutet, keine Wünsche abzulehnen. Dazu kommt der eigene, mentale Druck: Schuldgefühle, Angst vor Ablehnung oder der Gedanke „Wenn ich es nicht mache, macht es keiner“.
Besonders in der Mutterrolle verstärkt sich das noch einmal.
Aber eine Mutter, die ständig über ihre Grenzen geht, kann langfristig nicht mehr die warme, geduldige und starke Mutter sein, die ihre Kinder brauchen. Und im übrigen auch nicht die liebevolle Partnerin….
Wie du lernen kannst, gesunde Grenzen zu setzen
1. Deine Grenzen wahrnehmen
Achte auf die Signale deines Körpers und deiner Gefühle: enge in der Brust, ständige Müdigkeit, innere Abwehr oder Gereiztheit/ schlechte Laune. Das sind oft erste Hinweise, dass eine Grenze erreicht ist.
2. Klar und wertschätzend kommunizieren
Statt „Ich kann nicht“ lieber: „Ich würde dir gerne helfen, doch heute schaffe ich das nicht mehr. Lass uns eine andere Lösung finden.“ Das ist respektvoll und trotzdem klar.
3. „Neinsagen“ üben
Fang mit kleinen Dingen an: ein Abend pro Woche nur für dich. Ein „Nein“ zu einer zusätzlichen Verpflichtung.
Jede kleine Grenze stärkt dein Selbstwertgefühl. Ein Nein zu anderen ist ein JA zu Dir!
4. Selbstmitgefühl statt Schuldgefühle
Wenn du Nein sagst, sagst du Ja zu deiner Energie, deiner Gesundheit und deiner langfristigen, positiven und liebevoll zugewandten Präsenz für deine Lieben.
In meinen Achtsamkeitskursen nur für Frauen und 1:1 Begleitung erlebe ich immer wieder, wie befreiend es für Frauen ist, wenn sie lernen, Grenzen zu setzen. Viele berichten von mehr innerer Ruhe, besserer Laune und sogar entspannteren Kindern, weil Mama nicht mehr ständig überfordert ist.
Du darfst „Nein“ sagen
Grenzen zu setzen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke und Selbstachtung.
Du bist nicht nur Mutter, du bist auch ein wertvoller Mensch mit eigenen Bedürfnissen.
Falls du Unterstützung dabei möchtest, Grenzen liebevoll und klar zu setzen, begleite ich dich gerne.
Ob im Online-Kurs „Zeit für Mich“ oder in einem persönlichen Coaching: du bist herzlich willkommen und ich freue mich, dich auf deinem Weg zu begleiten.
Herzliche Grüße
Katharina