Gefühle bei Kindern benennen: die beste Grundlage für emotionale Stärke!

„Mir geht’s schlecht.“ 
„Ich bin wütend.“
„Ich hab Angst.“

Viele Kinder haben noch Schwierigkeiten, ihre Gefühle klar zu benennen. Stattdessen zeigen sie Gefühle durch Wutausbrüche, Rückzug, Bauchweh oder Tränen. Gerade in für sie stressigen Zeiten (Schule, Freundschaften, Veränderungen in der Familie) ist das völlig normal.

Wenn Kinder lernen, ihre Gefühle zu benennen, ist das eine der stärksten Grundlagen für Resilienz und emotionale Stabilität. Sie verstehen sich selbst besser, können besser mit Stress umgehen und fühlen sich weniger allein mit ihren Emotionen.

Weshalb das Benennen von Gefühlen so wichtig ist

Kinder, die ihre Gefühle benennen können, 
– können sich schneller selbst regulieren
– fühlen sich verstandener und gesehen
– bauen mehr Selbstvertrauen auf
– haben langfristig weniger „Verhaltensprobleme“

An sich ist es wie eine innere Landkarte:
sobald sie wissen, was sie fühlen, können sie ihre Strategien entwickeln, damit umzugehen.

Praktische Wege, wie du deinem Kind helfen kannst

1. Gefühle alltäglich benennen 

  Im Alltag gemeinsam sprechen: „Ich sehe, du bist gerade frustriert, weil das Puzzle nicht klappt.“
Oder „Du siehst traurig aus, möchtest du eine Umarmung?“
Das macht das Gefühl normal und sie können sich sicher fühlen.

2. Gefühls-Wortschatz erweitern

  Es gibt verschiedene Gefühlskarten oder ein Bücher mit Emotionen. Spielt „wie fühlst du dich heute?“
am Frühstückstisch oder abends beim Zubettgehen.

3. Gefühle wertfrei zulassen

  Kein „Sei nicht traurig“ oder „das ist doch nicht schlimm“. Stattdessen: „es ist okay, wütend zu sein. Sagst du mir, was dich so wütend macht?“

4. Beruhigungs-Übungen kombinieren

 Sobald das Gefühl benannt ist, könnt ihr gemeinsam etwas tun:
5 tiefe Ein- und Ausatmungen, einen „Sicherer-Ort-Moment“, kleinere Achtsamkeitsübungen „was sehe/höre/rieche“ ich

In meinen Resilienz-Kursen nur für Kinder und in der Einzelbegleitung von Kindern und Jugendlichen erlebe ich immer wieder, wie schnell Kinder aufblühen, wenn sie lernen, ihre Gefühle zu verstehen und auch zu benennen.
Viele werden ruhiger, selbstbewusster und kommen besser mit ihren Herausforderungen zurecht.

Besonders wertvoll für Mütter

Als Mutter kannst du deinem Kind das größte Geschenk machen, wenn du selbst achtsam mit deinen Gefühlen umgehst. Kinder lernen am meisten durch unser Vorbild. Je offener du über deine eigenen Emotionen sprichst (altersgerecht natürlich), desto leichter fällt es ihnen später auch, ihre Gefühle auszudrücken.

Ein starker Start für ein starkes Kind

Gefühle benennen ist keine große Sache: es sind kleine, regelmäßige Momente, die eine große Wirkung haben.
Dein Kind lernt dadurch nicht nur für die Schule oder Freundschaften, sondern für sein ganzes Leben.

Falls du merkst, dass dein Kind Schwierigkeiten hat, Gefühle einzuordnen oder damit umzugehen, melde dich gerne.
Ob im Gruppenkurs „Stabil im Stress“ oder in einer 1:1-Begleitung für die ganz individuelle Begleitung:
ich unterstütze euch gerne mit herzlichen und vielen kindgerechten Methoden.

Dein Kind kann Resilienz in jeden Alter erlernen. Hierdurch wird es stark und emotional stabil.
Und du darfst es dabei begleiten.

Alles Liebe
Katharina