Das Gefängnis in deinem Kopf: wie du deine Komfortzone verlässt und deinen Selbstwert stärkst!

Hast du dich schon mal dabei ertappt, dass du eine Aktivität, wie den Gang ins Fitnessstudio, einen Kino-/Restaurantbesuch oder eine Reise, abgesagt hast, nur weil niemand Zeit hatte, dich zu begleiten?

Genau so ging es mir früher zB. beim Sport. Alleine? Undenkbar.
Ich fühlte mich unsicher, beobachtet und klein. Erst mit einer Begleitung kam die gefühlte Sicherheit.
Bis zu dem Tag, an dem mir ein Gedanke durch den Kopf schoss: „Was für ein Unsinn! Raus aus der Komfortzone.
Andere machen das doch auch tagtäglich alleine. Wo ist eigentlich mein Problem?“

Ich nahm meinen Mut zusammen, ging alleine los und siehe da: es gab überhaupt kein Problem.
Niemand hat mich angestarrt. Niemand hat geurteilt.
In diesem Moment verstand ich eine der wichtigsten Lektionen für´s Leben:
die größten Barrieren existieren nur in unserem Kopf, nicht in der Außenwelt.

Weshalb uns die Komfortzone austrickst

Die Komfortzone oder der innere Schweinehund ist kein gemütliches Sofa, sondern oft ein gedanklicher Käfig.
Aus Sicht der Psychologie und des Coachings hängen die Angst vor dem Alleingang und die Unsicherheit eng mit zwei Säulen zusammen:

Mangelnder Selbstwert

Wenn wir Dinge nur in Begleitung tun, nutzen wir die andere Person als „Schutzschild“.
Wir knüpfen unseren eigenen Wert und unsere Handlungsfähigkeit an die Präsenz anderer. Wenn wir alleine losgehen, beweisen wir uns selbst: Ich bin genug. Ich schaffe das auch ohne Babysitter.

Fehlende Selbstliebe

Selbstliebe bedeutet auch, sich selbst ein guter Gefährte zu sein.
Wer sich selbst liebt, hält die eigene Gesellschaft aus und genießt sie sogar.
Alleine Sport zu machen wird dann nicht mehr zur „Peinlichkeit“, sondern zu wertvoller „Me-Time“.

Der „Spotlight-Effekt“

Im Coaching nennen wir die Angst, von allen beobachtet zu werden, den Spotlight-Effekt.
Wir glauben, alle Scheinwerfer im Raum seien auf uns gerichtet. Doch die Wahrheit ist:
jeder Mensch ist viel zu sehr mit sich selbst, seinen eigenen Unsicherheiten und seinem eigenen Smartphone beschäftigt, um auf dich zu achten. 

Wenn du deine Komfortzone verlässt, passiert etwas Magisches

Viele Blockaden passieren ausschließlich in unseren Gedanken und existieren in der Außenwelt überhaupt nicht.
Wenn wir die Komfortzone, den inneren Schweinehund, verlassen, tun wir das Beste für unseren Selbstwert und
unsere Selbstliebe: wir zeigen uns selbst, dass wir uns vertrauen können.  
Dein Gehirn lernt: „Ah, ich habe es überlebt. Es war gar nicht schlimm.“
Mit jedem Schritt outside der Komfortzone wächst dein Selbstwertgefühl.

Mini-Übung

Wenn dich das nächste Mal die Angst vor dem Alleingang bremst, stelle dir diese Fragen:
1. Was ist das absolut Schlimmste, das realistisch passieren kann?
2. Wie wahrscheinlich ist es, dass das wirklich passiert? 
3. Würde ich eine Freundin oder einen Freund bemitleiden, die das alleine machen,
oder würde ich sie dafür bewundern?

Und jetzt zu Dir!

Wir alle haben diese unsichtbaren Grenzen, die wir uns selbst stecken. Deshalb möchte ich dir heute die Frage stellen: was ist aktuell deine größte Komfortzone oder Angst? Welches Ding im Außen meidest du, obwohl das Problem vielleicht nur in deinem Kopf existiert?

Schreib es mir in die Kommentare und lass uns gemeinsam die Komfortzone sprengen!

Viele Grüße
Katharina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert