Mental Load als Mutter: die unsichtbare Last erkennen und reduzieren

Wisst ihr, was mich in den letzten Jahren mit am meisten beschäftigt hat?
Nicht die sichtbaren Aufgaben wie Kochen, Waschen oder die Kinder zum Sport fahren. Sondern all das, was im Hintergrund läuft: all das Unsichtbare im Alltag, was wir als Mütter ständig mit uns herumtragen.

Besonders wir Alleinerziehenden kennen das nur zu gut: wenn wir nicht nur die Verantwortung für die Kinder tragen, sondern gleichzeitig die ganze Organisation des Alltags, die Finanzen, die Termine und die emotionalen Bedürfnisse aller alleine stemmen müssen.
Da gibt es keinen Partner, mit dem man abwechseln oder kurz „kannst du das mal übernehmen?“ sagen kann.
Alles landet bei einem selbst. Wir arbeiten schlicht und ergreifend für zwei, zusätzlich zum normalen Job: 24/7 und sofern der andere Elternteil sich rausnimmt und keine Oma & Opa oder andere Menschen entlasten können (oder wollen), an 365 Tagen im Jahr.

Und das Schlimme ist: diese mentale Arbeit sieht man uns nicht an. Nach außen funktionieren wir ganz normal.
Doch innen drin fühlen wir uns oft erschöpft, gereizt, überfordert und manchmal sogar schuldig, weil wir denken, wir müssten das doch eigentlich alles „viel besser“ schaffen.
Wir vergleichen uns ständig mit anderen und rutschen dadurch oft noch tiefer ins Tun, um „besser“ zu werden,
alles so zu schaffen. Wir werden dadurch immer weniger belastbar, was uns im schlimmsten Fall, in eine Auszeit zwingt, welche sich Erkrankung nennt!

Ich begleite viele Alleinerziehende in meinen Kursen und weiß: Du bist nicht allein damit.

Wie du den Mental Load erkennst

Typische Zeichen von Überforderung sind:

– Du fühlst dich abends total leer, obwohl du „eigentlich“ nichts Besonderes gemacht hast
– Du liegst nachts wach und gehst gedanklich die To-do-Liste durch, oft bis weit nach Mitternacht
– Du bist schnell gereizt bei Kleinigkeiten und hast kaum Puffer für die Emotionen deiner Kinder
– Du hast das Gefühl, nie wirklich abschalten zu können, weil immer irgendetwas auf dich wartet

Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Das ist ein Zeichen, dass dein System seit langer Zeit überlastet ist.
Besonders dann, wenn du alles alleine stemmst.

Was wirklich hilft? Kleine, realistische Schritte

1. Sichtbar machen

Nimm dir gerne einen Abend Zeit und schreibe alles auf, was dir durch den Kopf geht. Auch die Kleinigkeiten.
Bei Alleinerziehenden ist diese Liste meist besonders lang.

2. Entlastung suchen, wo immer es möglich ist

Manchmal kann schon ein Babysitter für zwei Stunden in der Woche helfen, sofern es dir möglich ist.
Unterstützung von der Familie, oder ein Gespräch mit anderen Alleinerziehenden, die verstehen, wie es wirklich ist.
Auch könnte dein Kind eine Stunde länger im Kindergarten bleiben, oder du nutzt die Nachmittagsbetreuung in der Schule.

3. Kleine Entlastungs-Rituale für dich

Auch wenn die Zeit knapp ist: feste Mini-Pausen einplanen. Fünf Minuten bewusst atmen,
wenn die Kinder im Bett oder beschäftigt sind. Eine Tasse Tee, ohne nebenbei etwas zu erledigen.
Das klingt klein, macht allerdings einen großen Unterschied.

4. freundlicher mit dir selbst sein 

Der innere Kritiker, der sagt „Andere schaffen das doch auch“, darf ganz besonders leise werden.
Du leistest schon unglaublich viel, und das alleine.

In meinen Achtsamkeits- und Entspannungskursen für Frauen (auch online) sehe ich immer wieder,
wie befreiend es für Alleinerziehende ist, wenn sie endlich einen geschützten Raum haben, in dem sie nicht ständig stark sein müssen. Wo sie einfach mal da sein dürfen. Viele atmen danach regelrecht auf, als würde eine schwere
Decke von den Schultern genommen!

Falls du, gerade als Alleinerziehende, merkst, dass diese unsichtbare Last dich immer öfter runterzieht:
dies ist kein Grund, dich zu schämen. Es ist ein wichtiges Signal, dass du etwas verändern darfst.

Ich begleite dich gerne auf diesem Weg:
mit viel Verständnis für deine besondere Situation.
Ob im Online-Kurs „Zeit für Mich“, im Präsenzkurs vor Ort oder erstmal in einem kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch per WhatsApp.

Herzliche Grüße
Katharina

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